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Begleithundeprüfung – Motivation & Leckerchen

Ich bin gerade ziemlich happy!
Wir sind nämlich soeben vom BH-Training nach Hause gekommen und es lief recht super heute 😊 Eine gute Gelegenheit, die aktuelle Motivation mitzunehmen und mal wieder ein paar Worte zum Thema Begleithundeprüfung und unserem Trainingszustand zu verlieren.

Happy war ich nämlich in letzter Zeit nicht immer. Gerade durch die doch vielen Seminare und Vorträge, die ich im April besucht habe, konnte ich mich geistig nicht so richtig auf das Training einstellen bzw. konzentrieren. Dementsprechend verliefen die Übungen mit Toni meist eher „wischiwaschi“. Ganz offensichtlich habe ich dann auch feststellen können, dass, wenn ich selbst nicht daran glaube und kaum Motivation ausstrahle, sich das eins zu eins auf Toni überträgt.
Es musste also wieder ein bisschen Dampf, Freude und Fokussierung rein! Und wenn es auch noch so viele interessante Dinge gibt, über die man sich als verrückte Hundemutti informieren und weiterbilden könnte, für die nächsten 1,5 Monate ist nun wirklich nur Begleithundeprüfung angesagt.


Die Sache mit den Leckerchen

Etwas, das mich auch ziemlich demotiviert hat, war mein zu schneller Wechsel zu weniger bis keinen Leckerchen mehr beim Training. Hat nicht so gut funktioniert und mich dann gleich wieder verunsichert und runtergezogen! Die Grundstellung und das Fuß-Gehen habe ich wirklich mit Käsestück vor Tonis Nase angefangen und das darf und soll auch so sein. Dann aber einfach mal auszuprobieren, ob’s auch ohne geht, ist keine gute Idee. Schritt für Schritt! Und wenn man ein Hilfsmittel (in diesem Fall Leckerchen) zurückfährt, dann lieber wieder die Schwierigkeit herabstufen.
Anfangs habe ich beim Fuß-Gehen wirklich immer nur einen Schritt gemacht und gleich belohnt, sobald sich Toni wieder hingesetzt hat. Klappt das mit Käse vor der Nase perfekt, dann werden nun mehrere Schritte gelaufen. Möchte ich aber die Hand mit dem Käse höher nehmen oder irgendwann dann auch gar keine Leckerchen mehr in der Hand halten, dann heißt es wirklich wieder eines: Zurückrudern und wieder nur einen Schritt machen, bevor belohnt wird.


Die Sache mit dem Jackpot

Eine super Möglichkeit, den Hund auch ohne permanentes „Leckerchenstopfen“ und in meinem Fall Klickern bei Laune zu halten, ist der Jackpot. In unserem Hundeverein hat sich diese Methode bereits bei den vergangenen Begleithundeprüfungen bewährt, also machen auch wir das dieses Jahr so.
Wie funktioniert’s?
Man befüllt kleine Döschen (z.B. aus der Apotheke) mit richtig geilem Zeug (ich bin übrigens Vegetarierin… xD) wie Rinderlunge, Hühnerherzen, Pansen. Dann verstaut man die Döschen, ohne dass der Hund zusieht, in der Kleidung. Bevor man nun mit dem Hundchen den Platz betritt, legt man, wie auch bei der Prüfung, den Leckerliebeutel demonstrativ am Eingang ab. Der Hund soll verstehen, dass der übliche Leckerchen-Automat nun nicht mehr am Start ist.
Jetzt wird eine Übung aus der BH gemacht. Und wenn es das erste Mal mit Jackpot und ohne Leckerchen ist, kurze Einheit und schnell belohnen! Sobald der Hund super bei einem ist und toll mitmacht, darf sich überschwänglich gefreut werden und die erste Dose wird überraschend gezückt. Auf diese Art lernt der Hund, dass es sich immer lohnt freudig mitzumachen, denn es kann jederzeit etwas geben!


Die Sache mit der Zielstrebigkeit

Mir ist es, wie schon angesprochen, für die nächste Zeit wichtig, mich in Sachen Hund nur noch auf die BH vorzubereiten. Ich will bloß eine Sache im Blick haben müssen. Trotzdem gönne ich Toni und mir weiterhin einmal die Woche eine Stunde Hundetraining bei unserer anderen Hundeschule. Denn diese Gruppentrainingseinheiten, welche immer draußen an alltäglichen Orten des Geschehens stattfinden, helfen uns auch für den Verkehrsteil. Ansonsten ist einfach nur Spaß haben und entspannt sein angesagt!
Es wäre gelogen zu sagen, dass es mir nichts ausmachen würde, wenn wir die Begleithundeprüfung dieses Jahr nicht schaffen. Man trainiert, lernt, fiebert auf den Tag hin und wünscht es sich natürlich für den eigenen Hund und für sich selbst, dass das alles dann auch honoriert wird. Den eigenen Anspruch an Perfektion habe ich aber relativ schnell heruntergeschraubt. Toni legt sich nun mal eher schief ab und beim Heranrufen klebt seine Nase dann eben nicht fast an Frauchens Oberkörper. Mit den Malinois auf den Youtube-Videos halten wir einfach nicht mit 😉
Schlimm ist das meiner Meinung nach gar nicht. Wir werden fleißig weiter trainieren und am Tag X unser Bestes geben.

Wenn’s klappt, hab ich den besten Hund der Welt und wenn nicht, dann auch!

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