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SUP mit Hund

Es ist so heiß!
Was für ein Sommer oder? Während die einen die Freibäder und Badeseen stürmen und sich die anderen tagsüber lieber drinnen verkrümeln, fragen wir Hundebesitzer uns, was man denn bei dieser Hitze überhaupt mit Hund anstellen könnte. Den meisten Herrchen, Frauchen und Vierbeinern kommt da das kühle Nass gerade recht!

Nur baden und plantschen gehen? Langweilig! Wie wär’s denn aber mal mit Stand Up Paddling?! Genau das haben wir vergangenen Sommer ausprobiert und hatten einen mega spaßigen und aufregenden Tag.

Wer bereits selbst einmal auf dem Brett gestanden hat und wessen Hund sich beim Balancieren sehr leichttut, der kann den Spaß sicherlich auch auf eigene Faust versuchen. Wir allerdings haben uns mit ein paar Freunden für einen eintägigen Kurs entschieden.
Zusammen mit Yvonne und Monika von SUP mit Hund ging es an den Happurger Stausee. Die beiden verbindet nicht nur die Leidenschaft für diese Sportart, sondern auch die Liebe zum Hund. Durch ihre zusätzliche Tätigkeit als Tier-Physiotherapeutinnen liegt ihnen der gesundheitliche Aspekt für die Hunde beim SUP besonders am Herzen.



Beim Stand Up Paddling haben Mensch und Hund nämlich nicht nur Spaß, sondern absolvieren ein ganzheitliches Training in Sachen Stabilität, Balance und Körperspannung. Und auch der Bindung und dem Vertrauensverhältnis kommt das gemeinsame Paddeln nur zu Gute. In unserem Kurs gab es eine Teilnehmerin mit einem kleinen, eher ängstlichen und vor allem wasserscheuen Hund. Es war so schön mit anzusehen, wie beide im Lauf des Tages immer mehr Mut geschöpft haben und am Ende stolz und glücklich zusammen über das Wasser geschippert sind!

Toni fehlt es an Mut oder Neugier normalerweise nicht, daher konnten wir uns bestens auf unsere wesentlichen Schwachstellen konzentrieren: Balance und Körpergefühl! Als Vertreter all jener Hunde, die nicht gerade in eine Handtasche passen und deren Bewusstsein für das Vorhandensein der zwei hinteren Beine eher schlecht als recht ist, war das wackelnde Brett für Toni und gleichzeitig auch für mich schon eine kleine Herausforderung 😀

Höchste Konzentration war gefordert 🙂


Bevor es zusammen mit den Hunden auf hohe See ging, standen zunächst Trockenübungen an Land auf dem Programm. Mit Leckerlies bewaffnet durfte jeder seinen Hund ein paar Mal auf das auf der Wiese liegende SUP Board führen, absitzen und ablegen lassen und kräftig loben. Vor allem das Umdrehen auf dem Brett sollte, bevor es auf’s Wasser ging, gut klappen. Unfreiwilliges Badengehen ist stets zu vermeiden 😛
Um am Ufer jederzeit die Kontrolle zu behalten, haben Yvonne und Monika uns geraten, gleich von Anfang an ein Kommando für das Betreten und Verlassen des Bretts einzuführen.
Ebenfalls wichtig – übt schon an Land selbst aufzusteigen, wenn der Hund bereits auf dem Brett liegt oder sitzt. Auch das Heben des Paddels über den Hund ist nicht zu unterschätzen und sollte bevor es losgeht einmal ausprobiert werden.



Natürlich gilt auch für die Anfänge am Ufer: Schritt für Schritt! Vorteil eines Kurses ist natürlich, dass man auch im Wasser selbst viel Hilfestellung und Tipps bekommt. Gerade bei Hibbelhunden muss man viel Geduld und Ruhe mitbringen, doch meine Erfahrung an diesem Tag mit Toni hat gezeigt, dass die nötige Konzentration bezüglich Motorik und Balance den Hund sowieso dazu veranlassen, ruhiger zu werden. Ich war echt erstaunt, wie schnell die Nervosität nachgelassen hat und wie toll es geklappt hat 🙂
Tonis erste wackelige Versuche auf dem Wasser gestalteten wir wie die Trockenübungen auch. Am einfachsten klappt es, wenn eine Person das Brett fixiert und eine weitere sich auf der anderen Seite positioniert, während man selbst den Hund drauf führt. Die Spitze des Brettes liegt selbstverständlich am Ufer auf, so dass der Aufstieg gut funktioniert. Kein Zwang und viel Lob, schließlich sollen alle Spaß an der Sache finden.

Schäferhund-Flossen 😀
Die Schwimmweste gibt zusätzlichen Halt

Während die Hunde sich ein Päuschen verdient hatten, waren die Menschen alleine dran. Wenn ihr euch zusammen mit Hund auf’s Brett wagen wollt, solltet ihr selbst nämlich absolut sicher sein. Paddeln, stoppen, wenden – für all das hat man den Dreh schnell raus. Wer seinen Körper gut kennt und vielleicht auch sportlich aktiv ist, dürfte auch mit dem Aufstehen keine Probleme haben. Für alle anderen reicht es anfangs auch völlig aus, auf den Knien zu bleiben!

Herrchen schau mal!

Da ich nichts riskieren wollte und mir am wichtigsten war, dass Toni und ich nicht über Bord gehen, bin ich die meiste Zeit kniend auf dem See unterwegs gewesen. Ich sag euch eins, es war ein sooo tolles Gefühl 🙂 Zu gerne hätte ich Tonis Gedanken lesen können, als wir dann tatsächlich zusammen auf dem Brett auf den See hinaus gepaddelt sind. Ein wenig nervös war ich natürlich schon, dafür war Toni umso entspannter. So entspannt, dass ich teilweise etwas aufpassen musste, dass er sich nicht noch mehr auf dem Board ausbreitete und mir in’s Wasser rutschte.
An diesem Tag ist allerdings wirklich keiner der Zwei- und Vierbeiner aus unserem Kurs unfreiwillig abgestiegen.

Mein Fazit: Es war mega!
Zu sehen, wie sich Toni angestrengt hat, neugierig war und alles so brav mitgemacht hat, war richtig toll! Der Tag hat auf jeden Fall wieder ein Stückchen dazu beigetragen, dass wir enger zusammengewachsen sind. Stand Up Paddling mit Hund ist definitiv ein ganz besonderes Erlebnis gewesen und wenn wir mal wieder Gelegenheit dazu haben, wiederholen wir es ganz bestimmt.

Man war das spannend =)

Ich kann euch nur empfehlen mal bei SUP mit Hund vorbeizuschauen. Auf der Homepage und auf Facebook findet ihr sowohl Angebote für Kurse als auch allgemeine Infos zu dieser Trendsportart.

Wer den Selbstversuch wagen möchte, an vielen Seen gibt es vor allem am Wochenende einen SUP Verleih.

Traut euch und probiert’s aus!

Ich glaube, Toni hat's auch gefallen!

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